Liedtexte

Ausverkauf

Guten Tag, darf ich dich was fragen?
Es muss jetzt raus, es quält mich seit Tagen
Hast du gehört? Wusstest du schon?
Hier kannst du leben, ganz ohne Lohn!

Auf die Kosten der Anderen, machen wir einen drauf
Herzlich Willkommen, zum Ausverkauf

Komm, mach dir das schönste Leben,
Brauchst rein gar nichts dafür geben.
Die Arbeit wär ein schweres Loch
Nicht nötig, der Staat ernährt dich doch!


Die Politik ist gekauft, doch sag es nicht laut
Reichtum ist auf Korruption erbaut.
Unser Geld werfen sie zum Fenster raus
Sieh selber zu, beim Ausverkauf

Und fliegt dann was auf, mach dir nichts draus,
dein Leben geht weiter in Saus und Braus.
Auf unsere Kosten, machen sie einen drauf
Jeder bedient sich beim Ausverkauf.

 

Komm, mach dir das schönste Leben
Unterm Tisch wird dir das Geld gegeben.
Die Wahrheit wär ein schweres Joch,
Nicht nötig, der Staat, er deckt dich doch.


Komm, wir machen uns das schönste Leben
Das Geld der Anderen lässt sich leicht ausgeben.
Die richtigen Kontakte bringen dich hoch,
Und fällst du dann, der Staat, er fängt dich doch.

 

Auf die Kosten der Anderen, machen wir einen drauf
Herzlich Willkommen, zum Ausverkauf.
Einmal begonnen, hört er nie wieder auf
Wird niemals enden, der Ausverkauf

Rostreich

Gestrandet
Fast ertrunken in Sand
Hilflos
Schritt für Schritt geht´s vorran
Sonne
Kein Schleier der uns deckt
Sie wünschen Dunkelheit
Denn ihre Haut verbrennt


So treiben zwei Seelen gegen den Wind
Das Kleid am Leibe langsam zerrinnt
Düne für Düne durch´s trockene Grab
Zum rostroten Schimmer der Rettung vermag

Sie weigern dem Wahnsinn, dem Hunger und Durst
Zieh´n suchend durch´s Land nach Wasser und Rost
Am Horizont über stählernem Tor
Steigt donnernd und gröhlend das Leben empor

Reißt die Kelche
wie die Kehlen
Das Reich aus Rost
liegt stumm im Sand
Stahl und Wasser
sichern Leben
euer Atem
in uns´rer Hand


Niedergesunken, die Körper verbraucht
bieten sie Schätze für Einlass zum Tausch
Geld und Gold und kostbare Steine
für Wasser, Essen und schattige Bleibe

Geld? Was soll ich mit Geld?
In einer Zeit in der alles zu Staub zerfällt

hat euer Geld keinen Wert.
Rost bedeutet Reichtum und Macht.

Verrotendes Eisen.
Ich habe den Schutz und das Wasser.

Das was ihr zum Leben braucht.
Und ich habe den Stahl,

der euer Leben beenden kann.

Gespaltene Zungen öffnen das Tor
Das Fletschen der Zähne dringt an ihr Ohr
Hemmungslos feiert die Unachtsamkeit
Bis der Sonnenstrahl singt zum letzten Geleit

Reißt die Kelche
wie die Kehlen
Das Reich aus Rost
liegt stumm im Sand
Stahl und Wasser
sichern Leben
euer Atem
in uns´rer Hand

innerer feind

Ich spür es drücken, ich spür es ziehen
Es durchdringt mich, kann nicht fliehen

Es ist so fremd, doch mit der Zeit
Macht es sich heimisch, macht sich breit

Doch ich kämpfe, wills nicht lassen
Will noch eigene Gedanken fassen

Die mir nicht, wie schon als Kind
Von jemand anders eingepflanzt worden sind

 
Du willst mich verändern
Doch akzeptier ich das nicht!
Dass blind ich dir gehorche
War nie meine Absicht

Meinem Willen willst du brechen
Er soll deinem eigenen gleichen
Doch solange ich noch atme
Sollst du dein Ziel nicht erreichen


Jedoch heimlich wächst’s heran
Verdrängt die eigenen Gedanken dann


Stück für Stück verlier ich die Kontrolle
Mein eigener Wille spielt bald mehr keine Rolle

Du willst mich verändern
Doch akzeptier ich das nicht!
Dass blind ich dir gehorche
War nie meine Absicht

Meinem Willen willst du brechen
Er soll deinem eigenen gleichen
Doch solange ich noch atme
Sollst du dein Ziel nicht erreichen


Doch mit der Kraft, die mir geblieben
Kämpf ich an bis es ist vertrieben


Will mich nicht mehr Lenken lassen
Sondern eigene Beschlüsse fassen

Fantasie

Lulu komm, schreib mir ein Gedicht
Hol deine Farben raus und gib mir - gib mir ein Gesicht
Schreib mir ein Lied, zeig mir meine Seele
So gehst du sicher, dass ich für dich nur lebe

Lulu, komm mit mir in den Wald
Der Wind peitscht dich aus und deine Glieder sind so kalt
Nach Wärme flehen deine treuen Augen
Du drehst dich um. Ich bin nicht da.
Woran willst du jetzt noch glauben?

Ich nehm´ dein Herz
Und du erwartest Liebe
Von einer Fantasie
Gelegenheit macht Diebe

Ich nehm´ dein Herz
Und richte dich zu Grunde
Wo die Einsamkeit herrscht
Bin ich in aller Munde


Lulu, komm mit mir an den Strand
Doch du allein drückst Spuren in den Sand
Die Wellen locken, doch du wirst dich nicht trauen
Du drehst dich um. Ich bin nicht da.
Woran willst du jetzt noch?

Lulu, du treibst zwischen zwei Welten
Fantasie bedient die Wahrheit selten
Gibst auf. Der Glaube fällt.
Du drehst dich um. Ich bin doch da.
Die Kette, die dich hält.

Ich nehm´ dein Herz

Und du erwartest Liebe

Von einer Fantasie

Gelegenheit macht Diebe

 

Ich nehm´ dein Herz

Und richte dich zu Grunde

Wo die Einsamkeit herrsch

tBin ich in aller Munde

Auf einen Sprung

Die Höhe lockt, mein alter Freund
ich hör sie schon rufen
„Komm herauf! Hab keine Angst!
Erklimm die Stufen“

Die Botschaft höre ich sehr wohl,
doch es fehlt am Glauben
Hilft es mir weiter, hier und jetzt?
Wird es den Schmerz mir rauben?

Auf einen Sprung
- die Welt verlassen
Mit einem kleinen Sprung
- mich nicht mehr hassen
Dieser eine Sprung
- erhebt mich von den Knien
Auf einen Sprung
- mir selbst entfliehen

 

Es zieht mich hin,
Schritt für Schritt steig ich höher
Mit jedem Schritte, trippe trapp
Dem Schöpfer näher

Entsetzte Rufe dringen durch,
doch auch ein leises Singen
Es treibt mich zu der Kante vor
und verleitet mich zum Springen


Auf einen Sprung
- die Welt verlassen
Mit einem kleinen Sprung
- mich nicht mehr hassen
Dieser eine Sprung
- erhebt mich von meinen Knien
Auf einen Sprung
- mir selbst entfliehen

 

Der Wind umstreichelt mein Gesicht
Treibt Tränen in die Augen
Der Blickt ist scharf, sowie der Geist
Mein Körper, er dreht Schrauben

Und wie der Boden näher kommt
Keimen Zweifel in mir auf
Doch bevor es jemand anders macht
Beend ich selbst meinen Lebenslauf

 

War es wirklich der richtge Schritt?
Egal, es ist zu spät
Ändern lässt‘s sich nimmermehr
Man erntet was man säht.

SKLAVE

Ich laufe mir die Lunge raus,
Aus dem Haus mit rotem Stein,
Will nicht mehr dein Sklave sein

Sklave deiner weißen Haut
Im Kerzenlicht die kalte Hand
Mich an deine Leine band.

 

Auf den Knien, meinen weichen
Die Feder im Gesäß versteckt
Sollt' ich dir zu diensten sein

 

Sklave deiner weißen Haut
Im Kerzenlicht die kalte Hand
Mich an deine Leine band.
 

Du hattest meine Lust geweckt
Im Versteck aus rotem Stein
Mauern der Besessenheit
Mauern der Besessenheit

Reisefieber

Hast du Vorlieben, ja ganz spezielle
Dann mach mal Urlaub, auf die Schnelle

Verlangst du ein Mädchen, das brav vor dir kniet
Bist du mit dem fernen Asien gut bedient
 

Hast du auch nicht das schönste Spiegelbild
Ist das alles gar nicht weiter wild
Denn solang es genug Dollars gibt
Wird ein jeder Mann geliebt.

​​

Eine Reise die ist herrlich
Eine Reise die ist schön
Auf der Welt kann Man(n) kann so viel erleben
Du Musst nur einmal vor die Türe gehen


Findest du in der Heimat keine Frau
Ja dann schau in den Osten, ganz genau
Sie wollen auf ewig ihr Herz dir geben
Und dafür nur mit dir in deiner Heimat leben.
 

Hast du auch nicht das schönste Spiegelbild
Ist das alles gar nicht weiter wild
Denn auf die inneren Werte kommt es an
So lang du bist ein reicher Ehemann
 

Eine Reise die ist herrlich

Eine Reise die ist schön

Auf der Welt kann Man(n) kann so viel erleben

Du Musst nur einmal vor die Türe gehen

Bist du in der Arbeit ganz leise nur
Eher immer schon von ruhiger Natur
Doch in deinem inneren spürt du es kochen
Wie oft hättest du schon gern den Chef erstochen

Dann flieg zum Camp ins Wüstenland
Dort bekommst du eine Mittel in die Hand
Lernst den heiligen Krieg zu führen
Und lässt die Ungläubigen Gottes Willen spüren

Eine Reise die ist herrlich

Eine Reise die ist schön

Auf der Welt kann Man(n) kann so viel erleben

Du Musst nur einmal vor die Türe gehen

Egal ob Osten oder Westen

Egal ob im Süden oder Nord
Dort Draußen wartet auf dich die Freiheit
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Vom Zerfall

Ich bin das blühende Leben
Ich muss mir alles geben


Muskeln die erschaffen
Ein Hirn das plant
Das Herz pumpt Massen


Her das Kraut
Auf dem Pilz gekaut

Den Gürtel enger schnallen
Stoff in die Vene knallen

Will das Leben spüren
Möglichst nah am Tod
Zwischen Wahn und Ekstase
Der Zerfall droht.

 

Die Hülle zugerichtet

Alle Innereien vernichtet

Während der Wille mich nährt

der Körper mir den Rücken kehrt

Bei Beruhigungsmittel und Koks

reißt das Herz sich los
Schlaf oder Raserei

Ich fühl mich frei

 

Will das Leben spüren
Möglichst nah am Tod
Zwischen Wahn und Ekstase
Der Zerfall droht.

 

Muskeln die erschlaffen

Das Hirn verstört

Ein Herz wird lahm

 

Schaut das welke Leben
Kann mir nichts mehr geben.

Tod Verderben

Alles ist begraben unter Schutt und Staub,
Die Arme gebrochen, die Ohren taub.
Dort, wo gerade noch das Leben wohnte,
Sind jetzt Ruinen, nichts was das Feuer verschonte

Dröhnen, die nächste Welle rollt heran.
Ein Schrecken dem man nicht entrinnen kann.
Die unendliche Hitze im Feuerball
Und lautstark hört man von überall:

Schreie – Von Menschen in Todesqualen
Feuer – Es regnet vom Himmel herab
Niemand – Der kommt und das Leiden lindert
Warum hat nur niemand diesen Krieg verhindert?


In diesem Krieg kann es nur einen Sieger geben
Alles auf dem Spiel, wenn die Bürger sich erheben -
Gegen den Staat der herrscht mit roher Gewalt
Doch dieser Zustand hat ein Ende – bald
 

Der Bruder schlägt auf den Bruder ein
Die Propaganda wäscht das Gewissen rein
Doch wo man sich gegenseitig verletzt
Sind der Hoffnung enge Grenzen gesetzt

Schreie – Von Menschen in Todesqualen

Feuer – Es regnet vom Himmel herab

Niemand – Der kommt und das Leiden lindert

Warum hat nur niemand diesen Krieg verhindert?

Meister der Triebe

Komm in meine Arme, schenk mir deine Lippen
Lass uns zusammen um Unendlichkeit bitten
Auf das die Nacht kein Ende habe
Doch die Zeit kennt keine Gnade

Was so zart, ja unschuldig begann
treibt uns beide in den Untergang
Keine Walt-Disney-Liebes-Geschichte,
wenn ich alles Gute in dir vernichte

Der Meister der Triebe legt Hand an

Perversion schleicht durch das Zimmer

Animalisches findet Anklang
Wer es schmeckt, kommt wieder - immer

In Sekunden reiß´ ich Engelsflügel aus
Ekel oder Genuß, rein oder raus
Sinne durch Halluzinogen vernebelt
aus Spaß an der Furcht wirst du geknebelt

Tränen mischen sich mit unserem Schweiß
und du fängst Feuer, wie ich jetzt weiß
Kein Widerstand, mach´ mich in dir breit
Du greifst die Zügel, es ist soweit

Der Meister der Triebe legt Hand an

Perversion schleicht durch das Zimmer

Animalisches findet Anklang

Wer es schmeckt, kommt wieder - immer


Frisches Fleisch war noch nie so verdorben
Die Reue bleibt aus am nächsten Morgen
Das einzige, was mit Gewissheit bleibt,
Geruch von Sünde, der in die Nase steigt

Mister E

Es war einmal, vor gar nicht allzu langer Zeit
Da machten sich auf Stränden die Touristen breit
Tranken Raki und brutzelten wie Döner in der Sonne
Meer – Strand – Touristenwonne
 

Doch die schönen Zeiten scheinen lange her
Die Strände, das Wasser, die Hotels sind leer
Denn die beste Werbung wars nicht für das Land
Hat man die besten Kunden einfachNazis genannt


Es gibt ein Land, Da wird man gerade schnell zum Gangster
Sagst was Falsches, Bist du gleich weg vom Fenster
Auf die Meinungsfreiheit wird beflissen geschissen
Stattdessen geht man lieber ein paar Kurden erschießen

 

Es gibt ein Land, da wird man ganz leicht Hochverräter
Am einfachsten als Oppositionsvertreter
Für die Diktatur stimmen sie brav mit „JA“
Tesekkur und Merhaba


Als Sündenbock für Alles muss ein Prediger herhalten
All das, was schiefgeht scheint er zu gestalten
Wer eine eigene Meinung äußert gilt als sein Anhänger
Und die Untersuchungshaft dauert dadurch länger
 

Doch so ein Putsch hat einen guten Zweck
Endlich sind die unliebsamen Richter weg
Auch bei Polizei hat man selektiert
Und nur wer nicht kritisch ist, wird rekrutiert.


Es gibt ein Land, da wird man gerade schnell zum Gangster
Sagst was Falsches, bist du gleich weg vom Fenster
Jetzt fasst die Todesstrafe wohl bald wieder Fuß
Zeit für mehr Kopfschuss – am Bosporus

 

Es gibt ein Land, da wird man ganz leicht Hochverräter
Am einfachsten als Oppositionsvertreter
Statt der Verfassung gilt bald die Scharia
Tesekkur und Merhaba

Glas um Glas

Kalter Tag
Kaltes herz
Zwei auf der Couch
Ich und der Schmerz

In der Luft
Leichter Hauch
Von Eichenfass
Und mildem Rauch

Glas für Glas leih´ ich mir zeit
Sie zerstört und sie befreit
Glas für Glas
Glas für Glas


Außen grau
Innen bunt
Erdachte Welt
Hier läuft es rund

Sonnenschein
Überfluss
Warmwetterfront
Und nur Genuss

Glas für Glas leih´ ich mir Zeit
Sie zerstört und sie befreit
Glas für Glas
Glas für Glas

Fantasie
Nackte Haut
Aus weichem Samt
Ein Bett gebaut

Beistand, Schutz
Sicherheit
In meiner Welt
Das Glück verbleibt

Dumpfer Schlag
Schnapsflaschen
Die Welt zerbricht
Das Erwachen

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